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Objekt des Monats

Februar

Walzenhauser Mineral

Schon bevor der Erste Weltkrieg ausbrach, badeten die Touristen im Kurhaus Walzenhausen im Heilwasser vom Schönenbühl. 1918 beschloss Kurhaus-Hauptaktionär August Sturzenegger, einen Drittel des Heilwassers abzuzapfen und seine Stickerei in eine Mineralwasser-Abfüllfabrik umzuwandeln.  Das Walzenhauser Mineralwasser sei schnell über die Region hinaus beliebt geworden, sagt Thomas Fuchs, Kurator im Museum Herisau. Für ihn erzählen Plakat und Glasflasche exemplarisch, wie schon damals erfolgreich mit Ortsnamen für Produkte geworben wurde. Amüsiert liest er den Slogan auf der Flasche vor: «Walzehuser natürliches, ärztlich empfohlenes Mineralwasser mit Kohlensäure gesättigt, hilft bei Blasen-, Gicht- und Nierenleiden, fördert die Verdauung, ist durststillend, belebend, erfrischend und anregend.» Weniger gesund war nach gut fünfzig Betriebsjahren die Firma: 1978 wurde der Konkurs eröffnet. kni

Datierung/TechnikPlakat: Farb-Lithografie, 1948, Entwurf von Werbedienst H/W (H. Wissmer), St. Gallen. Flasche: Schweizerische Glasindustrie Siegwart & Co. AG, Hergiswil (1900 bis 1975)
Besonderheit

Das Plakat hat Thomas Fuchs auf einer Auktion ersteigert, die Bügelflasche auf einer Internetplattform.

StandortSammlung Museum Herisau
QuelleAppenzeller Magazin, Ausgabe Jan. 2021